Schuleinschreibungen in Niederösterreich laufen gerade

Teschl-Hofmeister: NÖ Volksschulen bereiten sich auf rund 17.000 Schulanfänger vor

Die Schuleinschreibungen für die Taferlklassler des Schuljahres 2026/27 haben gerade begonnen und laufen noch bis Ende Februar 2026. Das Ziel der Schuleinschreibung ist es, jedem Kind einen erfolgreichen und positiven Schulstart zu ermöglichen. „Dabei geht es darum, eine umfassende Erfassung des kindlichen Entwicklungsstandes zu erhalten und damit für alle Kinder die gleichen Bildungschancen zu garantieren und das von Anfang an“, erklären Bildungslandesrätin Christiane Teschl-Hofmeister und Bildungsdirektor Karl Fritthum.

Das NÖ Modell der Schuleinschreibung bereitet den Übergang vom Kindergarten in die Volksschule einzigartig vor. Ein zentrales Element ist das sogenannte „Übergangsportfolio“, das die Eltern bzw. die Erziehungsberechtigten vom Kindergarten für die Schuleinschreibung erhalten. Dadurch wird die enge Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Volksschule sichtbar. Kooperationen wie diese tragen wesentlich zu einer gelungenen Transition vom Kindergarten in die Volksschule bei. Das Übergangsportfolio zeigt die Stärken und Interessen des Kindes auf und gibt so Einblick in die bereits vorhandenen Kompetenzen. Im Rahmen der Schuleinschreibung wird das Portfolio „präsentiert“ und dient als wertvolle Grundlage für das Gespräch. Das Wissen um den Entwicklungsstand des Kindes sowie über allfällige im letzten Kindergartenjahr getroffenen Fördermöglichkeiten sollen es ermöglichen, dass im ersten Schuljahr ohne zeitliche Verzögerung gezielte Fördermaßnahmen begonnen oder fortgeführt werden können – stets im Sinne des Kindes.

Zur Definition der „Schulreife zählen unter anderem die „kognitive Reife“ – wie etwa die rasche und sichere Benennung vertrauter Objekte oder das mengenbezogene Vorwissen, die „sprachliche Kompetenz“ wie altersgemäßes Sprachverständnis oder altersgemäße Ausdrucksweise, die „körperliche Reife“ – wie allgemeine körperliche Fähigkeiten zur Bewältigung schulischer Aufgaben, oder die grob – und feinmotorische Geschicklichkeit und die „sozial – emotionale Reife“ – wie sozialkommunikative Kompetenzen. Es handelt sich dabei um eine Vielzahl an Kompetenzen, die man bereits vor dem Schuleintritt sehr gut erkennen kann. Die Feststellung dieser Kompetenzen erfolgt für die Kinder stressfrei, in Form von spielerischen Gesprächen und auf Grundlage des Übergangsportfolios. Dieses unterstützt sie dabei, sich mithilfe vertrauter Bildern und Erzählungen aus dem Kindergarten sicher und wohlzufühlen. Inzwischen gibt es auch bereits ein e-portfolio, das mittels Tablets durchgeführt werden kann.

Veröffentlicht am 12.01.2026