HLUW Absolventinnen auf internationalen Pfaden

Mit ihrem Projekt „Mikroplastik vor unserer Tür“ könnten Hannah Schatz und Yasemin Gedik in Begleitung von Matthias Reisinger (Abteilungsleiter bei aws) am 18.07. bis 26.07.2019 bei den 34. China Adolescents Science & Technology Innovation Contest (CASTIC) in Macau, China teilnehmen.

 

Sieg bei der Bundes-Finale

Yasemin Gedik und Hannah Schatz erhielten diese einmalige Möglichkeit durch die Teilnahme am Jugendwettbewerb „Jugend Innovativ“, welche jährlich von dem Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort sowie das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung veranstaltet wird. Dabei werden Spitzenleistungen junger Talente ins Rampenlicht gerückt und die innovativsten Leistungen ausgezeichnet. Durch das Projekt „Mikroplastik vor unserer Tür“ gewannen die beiden Absolventinnen in Wien den ersten Preis in der Kategorie „Science“ und wurden ausgewählt, Österreich beim China Adolescents Science & Technology Innovation Contest 2019 (CASTC) in Macao (China) sowie beim European Union Contest for Young Scientists 2019 in Sofia (Bulgarien) zu vertreten.

 

Teilnahme an CASTIC

Bei CASTIC handelt es sich um einen internationalen Wettbewerb für Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren, die im Rahmen dieser Veranstaltung ihre Projekte einer chinesischen Jurorenteam präsentieren und bewertet werden. Heuer feierte CASTIC sein 34-jähriges Bestehen mit 437 verschiedenen Projekten aus 56 Ländern und Regionen und zählt somit zur größten Wissenschaftswettbewerb für junge Wissenschaftler in Asien. Dieses Event umspannt einen Zeitraum von einer Woche und findet jedes Jahr an einem anderen Ort in China statt. Die Messe fand heuer in einer Messehalle im größsten Mall von Macau statt. Durch die Reise wurde Jugendlichen die Möglichkeit gegeben, wissbegierige Gleichgesinnte auf den Gebieten der Wissenschaften kennen zu lernen und Einfälle bzw. Resultate der Projekte auszutauschen, um neue Erkenntnisse zu erlangen und den Horizont zu erweitern. Die beiden Absolventen konnten mit ihrem Projekt „Mikroplastik vor unserer Tür“ bei den internationalen Projekten in der Kategorie Environmental Science und Engineering den zweiten Platz belegen.

 

Diplomarbeit „Mikroplastik vor unserer Tür“

Die Untersuchung der Mikroplastikbelastung im lokalen Fluss Ybbs und das Abbauverhalten von Mikroplasikpartikel im Klärschlamm war das Thema für die Diplomarbeit an der HLUW Yspertal. In Zusammenarbeit mit der Firma TCKT Wels (Transfercenter für Kunststofftechnik), der Kläranlage Amstetten und viel persönlichem Engagement kamen die Schülerinnen zu interessanten Ergebnissen – die Mikroplastikbelastung der Ybbs ist sehr gering, die Abbaubarkeit in Kläranlagen ist nicht gegeben, wobei sich PET (Kunststoff der Trinkflaschen) besser abbaut als Biokunststoffe. Dafür entwickelten sie eine passende Filtereinheit sowie geeignete Analysenmethoden zur Identifikation und der Bestimmung des Abbauverhaltens von Mikroplastik. Das Projekt wurde den Juroren und der chinesischen Bevölkerung anhand einer kurzen Präsentation und mithilfe eines wissenschaftlichen Plakates und verschiedenen Anschaumaterialien nähergebracht. Die Juroren waren sehr interessiert in dieser Thematik und hätten jede Menge Fragen bezüglich des Projekts.

 

Fazit von der Reise

Die Hosts der Veranstaltung waren sehr bemüht und gaben ihr Bestes, um den TeilnehmerInnen einen schönen und entspannten Aufenthalt in China zu ermöglichen. Jede Gruppe bekam einen Begleiter, der die TeilnehmerInnen beim Verlassen des Unterkunftes begleitete und jederzeit bei Fragen oder bei Problemen half. Die Unterkunft war das große Campusgelände der Universität Macau. Das Campusgelände ist fast eine kleine Stadt innerhalb von Macau. Man hat viele verschiedene Sportplätze am Campus, einige Lauf- und Gehstrecken und eine riesige Uni-Mall mit Restaurants, Supermärkten, einem Elektrogeschäft, Post, Friseur, usw. Die Studentenwohnheime waren sehr gut mit Minikühlschrank, Klimanlage, Küche, Waschraum, Fitnessräumen, Fernsehräumen, Spielräumen, usw. ausgestattet und die Verpflegung war ziemlich gut. Die Veranstaltung war ziemlich dicht geplant, sodass die TeilnehmerInnen erst um 20 oder 21:00 Uhr mit ihrem Tag fertig waren. In ihrer Freizeit könnte manchmal die österreichische Gruppe eigens die Stadt Macau erkunden. Zu bemängeln gilt nur, dass die Kommunikationskluft und der Informationsfluss zwischen den Veranstaltern und den Begleitpersonen manchmal schlecht funktionierte und Flexibilität eine wichtige Eigenschaft war. Schlussfolgernd lässt sich sagen, dass es eine Ehre für Hannah Schatz und Yasemin Gedik war an diesem Contest teilnehmen zu dürfen und Österreich zu vertreten. Die beiden Teilnehmerinnen konnten unschätzbare Erfahrungen machen, einen Teil von China kennenlernen und Freunde aus aller Welt mit ähnlichen Interessen gewinnen.

 

 

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